A

Abfindungen

Abfindungszahlungen aufgrund der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses sind seit dem 1.1.2006 grundsätzlich in voller Höhe steuerpflichtig. Eine Steuerersparnis kann sich lediglich durch die Anwendung der sogenannten "Fünftelung-Regelung" ergeben, die im Einzelfall zu prüfen ist. Bei der Ermittlung der Einkommensteuer wird fiktiv unterstellt, die Abfindung würde über fünf Jahre lang mit jeweils einem Fünftel gezahlt, so dass sich ein niedrigerer Steuersatz ergibt, der dann auf die Gesamtsumme der Abfindung angewendet wird.



Abflussprinzip

Das Abflussprinzip ist bei der Einnahmen-Überschussrechnung zu berücksichtigen und bedeutet, dass die Ausgaben mit dem Tag der Zahlung, also mit dem Geldabgang steuerlich anerkannt werden - wir achten darauf.



Arbeitnehmerpauschbetrag

Ohne weitere Nachweise wird von den Einkünften aus Arbeitnehmertätigkeit ein Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro als Pauschale von Amtswegen abgezogen. Dies gilt auch, wenn die tatsächlichen Werbungskosten geringer sind.

 

Arbeitszimmer

Das Verfassungsgericht hat die Einschränkungen zur steuerlichen Abzugsfähigkeit von Arbeitszimmern gekippt: Ab sofort dürfen Arbeitnehmer die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer bis zur Höhe von 1.250 Euro wieder absetzen, wenn dieses für den Job zwingend nötig ist. Der Arbeitgeber muss dem Finanzamt jedoch schriftlich bestätigen, dass er keinen anderen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann (z.B. Lehrer, die in der Schule keinen Schreibtisch für die Unterrichtsvorbereitung zur Verfügung haben.

Zu den Aufwendungen für ein Arbeitszimmer gehören neben den Kosten für anteilige Miete und Nebenkosten z.B. auch Renovierungskosten oder bei Wohnungseigentum die Abschreibungsbeträge.



Abgeltungssteuer für Zinserträge

Die Abgeltungssteuer ist zum 01.01.2009 in Kraft getreten. Zinserträge werden mit 25% besteuert. Die Banken ziehen diese Abgeltungssteuer, den Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer direkt von den Zinseinnahmen ab und führen diese an das Finanzamt ab. Jeder kann einen Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro für Alleinstehende bzw. 1.602 Euro für Verheiratete bei den Einkünften aus Kapitalvermögen abziehen. In max. in Höhe des Sparerpauschbetrages kann ein Freistellungsauftrag bei der Bank eingereicht werden und dann werden keine Steuern einbehalten.



Ausbildungsfreibetrag

 

Für volljährige Kinder, die sich in einer Berufsausbildung (z.B. auch Studium) befinden und dazu am Ausbildungsort eine eigene Unterkunft haben, gewährt der Fiskus einen Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924 Euro.

Ab 2012 sind die Einkünfte und Bezüge nicht mehr zu prüfen.

B

Berufsbekleidung

 

Anfallende Kosten sind nur dann als Werbungskosten abzugsfähig, wenn es sich um typische Berufsbkleidung handelt. Typische Berufskleidung liegt vor, wenn eine private Verwendung schon von der Art her praktisch ausgeschlossen ist, z.B. Ärzte- und Schwesternkittel, Sicherheitsschuhe eines Bauhandwerkers, Arbeitsanzüge von Monteuren oder Kleidung eines Schornsteinfegers. Nicht abziehbar sind Aufwendungen für Kleidung, bei denen eine private Nutzung nicht ausgeschlossen ist (z.B. der Anzug für den Bankangestellten, selbst wenn der Nachweis erbracht wird, dass der Anzug ausschließlich auf der Arbeitsstelle getragen wird).

C

Computer

Die berufsbedingte Anschaffung eines häuslichen Computer ist steuerlich als Werbungskosten abzugsfähig. Hierfür benötigt man eine Bescheinigung des Arbeitgebers und dann kann man den auf die berufliche Nutzung entfallenden Anteil an den Gesamtkosten als Werbungskosten abziehen.



Ivonne Zenker

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Aktuelles von Ihrem Steuerberater aus Rostock

Für den Veranlagungszeitraum 2018 hat das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren Anfang Oktober 2017 begonnen. Der Antrag muss bis spätestens 30.1.2018 beim Finanzamt gestellt werden.

Familienkasse verlangt Identifikationsnummern für Auszahlung Kindergeld

Jahresabschluss 2016 muss bis zum 31.12.2017 veröffentlicht werden.

 

Einkommensteuer:Zinslauf bei rückwirkendem Wegfall eines Investitionsabzugsbetrags (BFH)

Gibt der Unternehmer die Absicht zu einer Investition auf, für die er einen teuerabzugsbetrag nach § 7g EStG erhalten hat, verliert er rückwirkend den Anspruch auf die Steuervergünstigung. Die betreffende Einkommensteuer muss er dann nachzahlen, und zwar (entgegen BMF, Schreiben v. 8.5.2009, BStBl 2009 I S. 633) ohne einen Zinszuschlag (BFH, Urteil v. 11.7.2013 - IV R 9/12; veröffentlicht  am 4.9.2013).



Umsatzsteuer: Beleg- und Buchnachweispflichten - neue Übergangsfrist (BMF)

Das BMF hat zu den Beleg- und Buchnachweispflichten bei der Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen (§ 4 Nr. 1 Buchst. b, § 6a UStG) Stellung genommen und den Umsatzsteuer-Anwendungserlass entsprechend angepasst (BMF-Schreiben v. 16.9.2013 - IV D 3 - S 7141/13/10001).
  



Einkommensteuer: Im Rahmen eines Scheidungsverfahrens angefallene Anwalts- und Gerichtskosten sind als außergewöhnliche Belastungen in vollem Umfang steuerlich absetzbar (FG Düsseldorf, Urteil vom 19.02.2013)

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